Zunächst haben sich die 6 SiS´ler in der Schulversammlung u.a. mit einem Rollenspiel vorgestellt. Sie werden (zunächst in Gellenbeck) dienstags und donnerstags von 9.30 Uhr bis 13 Uhr anwesend sein, sich in den Pausen auf dem Schulhof aufhalten, Seilspringen anbieten und ansonsten offen sein, wenn es Konflikte gibt.
Hilfreich ist, dass an unserer Schule schon das Konzept Friedenstreppe implementiert ist, so dass die Senioren hierauf aufbauen und die Kompentenz der Kinder zur Nutzung der Treppe noch schulen können.
Alle 6 haben eine hundertstündige Mediatorenausbildung absolviert.
Mediation bedeutet „Vermittlung“. Es ist ein Prozess, der von einem/r Mediator*in geleitet wird – im Falle von SiS sind es zwei - dessen Inhalte aber die Konfliktparteien selbst bestimmen. Die Teilnahme ist freiwillig, die Gespräche sind vertraulich. Die Haltung der Mediator*innen ist allparteilich, empathisch, fragend und zuhörend (keine „guten“ Ratschläge, keine Schuldzuweisungen).
Die Kinder lernen auf diese Art und Weise:
- die Themen ihrer Konflikte zu benennen
- ihre eigene Sicht dieser Themen darzustellen
- ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse auszudrücken
- die Sichtweise anderer anzuhören und zu respektieren
- die Gefühle und Bedürfnisse anderer zu verstehen
- gemeinsam eigene Lösungen zu entwickeln.
SiS leistet auf dieser Basis einen Beitrag zur Entwicklung der Persönlichkeit der Schüler*innen. Kinder lernen, wie sie empathisch und wertschätzend miteinander umgehen können, Konflikte konstruktiv bewältigen und teamfähig werden. Sie übernehmen altersgerecht Verantwortung. SiS trägt so auch zur Gewaltprävention an Schulen und zur Demokratiefähigkeit junger Menschen bei.
SiS ergänzt das schulische Angebot und entlastet die Lehrer*innen, sie ersetzen ausdrücklich keine SchulsozialarbeiterInnen. Als lebenserfahrene Menschen leisten SiS-Mediator*innen einen Beitrag für ein positives Lernklima und eine Streitkultur.

